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Interessensgemeinschaft
Grünes Grasbrunn
 
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   Letzte Aktualisierung: 11.02.2011

 
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AKTUELLES

Bürgerbegehren Gewerbegebiet Kugler (Fortsetzung)

Tatsache ist, das ALLE Fraktionen im Gemeinderat und wahrscheinlich auch 100% der Bürger dafür sind, das Feinkost Kugler in der Gemeinde bleiben kann. Den Gemeinderäten und Bürgern, die gegen den Standort Grasbrunn West votiert haben und heute als "Kugler-Gegner" dargestellt werden, ging es ausschließlich darum, daß die Lösung des Problems Gewerbestandort Kugler nicht auf dem Rücken von ca. 800 betroffenen Bürgern ausgetragen wird. Grasbrunn West ist definitiv der EINZIGE von vier möglichen Standorten, der von vielen Grasbrunner und Neukeferloher Bürgern abgelehnt wurde und und auch weiterhin abgelehnt wird. Weil es der EINZIGE wirklich schlechte Standort ist, in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung und ohne eine brauchbare Verkehrserschließung. Vaterstetten lehnt zum Beispiel alleine wegen dem ersten Argument eine Ansiedlung Kuglers im Technopark ab. Das Hauptproblem besteht darin, das die Koalition aus SPD, BfG und Grünen jahrelang nur EINEN Standort (den in Grasbrunn West) wirklich verfolgt hat und ihr jetzt für die Entwicklung der anderen Standorte die Zeit davon gelaufen ist.

Die Begründungen des Bürgerbegehrens:

- Ja, die Gemeinde verliert Gewerbe- und Lohnsteuer, wenn Kugler weggeht. Das ist eine Erkenntnis, die seit einem halben Jahr fraktionsübergreifend als Antriebsfeder für die gesamte Standortsuche gedient hat.

- Natürlich ist es schade um jeden Arbeitsplatz, der in der Gemeinde verloren geht. Die überwiegende Anzahl der Arbeitsplätze sind in der Produktion angesiedelt mit allen Nachteilen, die ein Schichtbetrieb über 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr mit sich bringt. Die Firma Kugler beschäftigt nur recht wenige Bürger aus dem Gemeindegebiet.

- Stimmt, die Bürger im Ortsteil Grasbrunn verlieren die einzige Einkaufsmöglichkeit. Bequem war, dass man für die Salate nicht weit fahren brauchte, ansonsten ist das Sortiment Kugler's aber sehr begrenzt und nicht mal mit einem "Tante Emma"-Laden vergleichbar. Das Baugebiet 63 im Westen von Grasbrunn, vom vorhergehenden Gemeinderat geplant und vom neuen Gemeinderat nicht mehr weiter verfolgt, wäre ein Mischgebiet gewesen, das eine Einkaufsmöglichkeit beinhaltet hätte. Die Bürger des Ortsteils Grasbrunn können jetzt nur auf den geplanten Hofladen der Familie Grenzebach hoffen, der auf jeden Fall mehr als ein vollwertiger Kugler-Ersatz wäre.

- Die Aussage, das weniger Verkehr durch Grasbrunn fließt, ist grundsätzlich falsch. Kugler verdoppelt an dem neuen Standort seine Kapazitäten und der Verkehr, der durch Grasbrunns Kirchenstraße und der M25 nach Neukeferloh zur Anschlußstelle Haar fließt, soll weniger werden? Existiert hier eine wirklich realisierbare Möglichkeit der Verkehrserschließung für ein Gewerbegebiet Grasbrunn West, die man den Bürgern vorenthalten hat - obwohl der Verkehr ein Hauptargument gegen diesen Standort war und weiterhin ist?

- Was nutzt das Argument, dass Feinkost Kugler über die Bayerischen Grenzen hinaus bekannt ist und selbst für die Lufthansa produziert? Das kann man nur als unternehmerische Glanzleistung würdigen, aber als Argument für einen Gewerbestandort im Rahmen eines Bürgerbegehrens ist es denkbar ungeeignet.

Die Gemeinderatssitzung vom 25.01.2010

Der Gemeinderat hat sein Recht wahrgenommen, über das Bürgerbegehren direkt abzustimmen (Gemeindeordnung §18a, Absatz 14). Einstimmig wurde dem Antrag des Bürgerbegehrens entsprochen.

"Grasbrunn West" steht also jetzt wieder für eine Gewerbegebietsausweisung und somit einer Bebauung mit Feinkost Kugler zur Verfügung. Es muss jetzt abgewartet werden, ob es für Kugler diese Option noch gibt. Aber auch wenn nicht, dann könnten sich immer noch Schwierigkeiten in Parsdorf ergeben, das Grundstück dort ist in privater Hand. Bei Gemeindeverwaltungen scheint es üblich zu sein, den Grundstücksbesitzer als Letzten über derartige Vorhaben zu informieren. Das könnte natürlich auch in Vaterstetten zu Problemen führen. In diesem Fall wäre Kugler gezwungen, sich wieder mit dem Thema "Grasbrunn West" auseinander zu setzen.

 

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